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Ein Blick auf unseren Regel Crashkurs könnte sich dennoch lohnen.

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Vorwindsegeln

Auch am Vorwindkurs ergeben sich Chancen seinen Platz zu verbessern. Die Weggewinne werden zwar nicht sehr spektakulär ausfallen, aber nütze deine Chance. Segle konzentriert und nütze die Schwächen deiner Gegner.

Je enger die Boote beisammen liegen, desto besser deine Chancen Plätze gut zu machen.

Die Hundekurve

Ist die nächste Boje auf einem Anliegerkurs direkt ohne Halsen zu erreichen, fahren die meisten Boote einen Luvbogen, auch dann, wenn keine anderen Boote in der Nähe sind. Die einzige Erklärung, die ich dafür habe ist, dass der Steuermann üblicherweise in Luv sitzt und über das Vorstag zur Boje peilt und dadurch ein zu hoher Kurs gefahren wird.

Trainiere bei raumen Wind einen direkten Kurs zu einem festen Punkt zu fahren. Da du natürlich immer glaubst gerade zu fahren, auch wenn du einen Bogen wie in der Animation fährst brauchst du einen Trainer, oder einen Trainingspartner der deinen Kurs kontrolliert und peilt.

Mit ein wenig Übung sollte dieses Problem schnell gelöst sein. Ab diesem Zeitpunkt fahren wir den Luvbogen nur dann wenn wir wollen.

 

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Der Leebogen

Runden mehrere Boote eng hintereinander die Luvtonne, können wir davon ausgehen, dass die Boote nach der Tonne verhindern wollen in Luv überlaufen zu werden. Die übliche Verteidigungsart in diesem Fall ist Anluven, um der Abdeckung der folgenden Boote zu entgehen. Runden wir nun knapp hinter diesen Boote die Luvtonne, oder hatten wir eventuell sogar Innenposition wie das grüne Boot in der folgenden Animation, dann gibt es eine gute Chance das gesamte Paket mit einem gemäßigten Leebogen zu überholen, oder zumindest die Innenposition an der nächsten Tonne zu sichern.

Das Schwierigste bei diesem Manöver ist seine Nerven im Zaum zu halten. Da man am Anfang einen tieferen Kurs als die Gegner fahren muss wird man eher langsam sein. Nicht wenige verlieren im ersten Drittel die Nerven, wenn die Gegner mit viel Druck im Segel nach Luv voraus wegsegeln.

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Annäherung an die Leetonne

Im letzten Drittel des Vorwindkurses ist es Zeit an die Innenposition zu denken. Mühsam durch bessere Technik erarbeitete Meter gehen oft bei einer Bojenrundung wieder verloren. In diesem Fall ist es sinnvoll hinter dem Heck des Wegerechtbootes durch zu tauchen und zu versuchen die Innenposition zu erlangen. Normalerweise sollte schon der Fahrtgewinn durch das kurzzeitige höher Fahren bei Blau ausreichen um die Innenposition zu sichern. Die Überlappung ist ja in diesem Fall immer gegeben. Man muss nur versuchen Grün noch vor der Beendigung der Rundung zu erwischen. Oft ist es in diesem Fall sinnvoll, wenn erforderlich direkt auf die Boje zuzufahren und Grün zum Ausweichen zu zwingen. Die alternative einer taktischen Rundung sollte man nur dann machen, wenn die Innenposition abgesichert ist.

In der folgenden Animation vermindert Grün seine Geschwindigkeit durch leichtes Abfallen. Für Blau ist es dadurch schwieriger hinter Grün in Luv durch zu tauchen. Grün zwingt Blau so zu einer Wende und kann die Boje innen als führendes Boot runden.

Sollte es nicht gelingen die Innenposition zu erlangen bzw. zu verteidigen. Sollte das Außen liegende Boot vor Annäherung an die Zone möglichst nach Luv drängen, um so die Annäherung des innenliegenden Bootes zu verlangsamen. Blau ist das Leeboot und wird in seinen Rechten innerhalb der Zone beschränkt. Grün hat auch nicht das Recht auf Raum für eine taktische Rundung. Wenn Blau clever agiert und Grün zu einer engen Rundung zwingt, selbst aber eine taktische Rundung fährt, hat Blau die Möglichkeit in Luv von Grün auf die nächste Kreuz zu gehen und kann dann seine Strategie umsetzen, während Grün keine Wendefreiheit hat und gezwungen ist mit Wind von rechts auf die rechte Bahnseite zu fahren.

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Was sollten wir sonst noch beachten

Halse in Luv deiner Gegner

Wie man in der folgenden Animation sieht, verliert Blau das hinter Grün vorbei muss mehrere Bootslängen im Vergleich zu Gelb, der noch vor dem Wegerechtsboot passieren kann. In diesem Fall wäre es für Blau besser gewesen in Luv von Grün zu halsen, außer wenn es andere Gründe gibt unbedingt auf der linken Bahnseite zu segeln.

 

Suche die Zonen mit mehr Wind

Wir haben das bereits im Kapitel "Optimaler Weg" ausführlich erörtert, aber weil es so wichtig ist hier nochmals: Am Vorwind lohnt es sich genau zu schauen auf welcher Bahnseite mehr Wind ist und dorthin zu segeln. Wenn du die folgende Filmsequenz ansiehst kannst du dir sicher Vorstellen um wie viel schneller ein Boot in Gleitfahrt gegenüber einem Boot in Verdrängerfahrt ist. Die beiden Boote hier im Film haben einen Umweg, weit von der direkten Linie in Kauf genommen um in voller Gleitfahrt zu bleiben. Das gesamte andere Feld ist wie gewohnt in Verdrängerfahrt zur Leetonne gefahren und hat mehrere hundert Meter verloren.

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